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Technische Gebäudeausrüstung

Mission Antarktis: Hamburger Elektrobetrieb im Einsatz für deutsche Forschungsstation

Hamburg – 05.02.2026

Das Team Mission Antarktis in Schutzkleidung

Für die Elektroniker der Kurt Pagel GmbH eine Chance, die man nur einmal im Leben bekommt

Nach zwei Jahren Vorbereitung, intensiven Trainings und mit viel Mut im Gepäck hat sich das Team von Kurt Pagel auf den Weg zu einer ganz besonderen Baustelle gemacht. Ihr Ziel ist die deutsche Forschungsstation GARS O’Higgins in der Antarktis.

Für die Kurt Pagel GmbH Elektroanlagen beginnt in diesen Tagen ein außergewöhnliches Projekt: Der Auftrag kommt vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und umfasst die vollständige elektrotechnische Erneuerung der rund 30 Wohn- und Funktionscontainer, die zur Radarstation GARS O’Higgins gehören. 8 bis 10 Wochen werden die Handwerker unter extremen Bedingungen arbeiten und gemeinsam mit den Forschenden in einer Container-Station leben.

Eine Baustelle am Ende der Welt

Schon der Weg zum Einsatzort zeigt, wie außergewöhnlich dieses Projekt ist. Das Team startet in Hamburg, reist über Madrid und Santiago nach Punta Arenas und setzt von dort aus den Weg per Antarktisflugzeug und chilenischem Eisbrecher fort. Das benötigte Material ist bereits per Schiff unterwegs – eine logistische Herausforderung, die das DLR koordiniert hat.

Die Umsetzung erfolgt in zwei Bauabschnitten während des antarktischen Sommers. Wir sind also im Februar und März 2026 sowie Anfang 2027 vor Ort.

Olaf Woith

Geschäftsführer der Kurt Pagel GmbH

Porträt von Olaf Woith

Schon vor zwei Jahren hat Olaf Woith damit begonnen, das umfangreiche Antarktis-Projekt minutiös zu planen und vorzubereiten. Dass der Betrieb für Arbeiten unter besonderen Bedingungen prädestiniert ist, zeigen die Kolleg:innen der Kurt Pagel GmbH seit Jahren auf internationalen Einsätzen – etwa für die AIDA-Flotte.

Gut vorbereitet für eine besondere Aufgabe

Damit der Einsatz für Mensch und Material sicher verläuft, hat das Team ein intensives „Basic Safety Training“ des DLR absolviert – mit Übungen zum Umgang mit Rettungsinseln, Notsignalen und zum Verhalten in medizinischen Notfällen. Nur wer körperlich fit und entsprechend geschult ist, darf an dieser Mission teilnehmen.

Für die beteiligten Elektroniker Tomasz Kotysz und Thorsten Hausmann sowie ihren Projektleiter Roland Gunkel ist der Einsatz mehr als nur ein beruflicher Auftrag. Es ist die Möglichkeit, Teil eines Projektes zu sein, das es in dieser Form nur selten gibt – und eine Erfahrung, die im Handwerkerleben wohl einzigartig bleibt.

Auf dem Titelbild (v.l.n.r.): Thorsten Hausmann, Ersatzfrau Alexandra Olff, Mathias Wedel (DLR), Roland Gunkel und sitzend Tomasz Kotysz.