Wo Handwerk sonst nicht hinkommt: HPM-Elektroniker kehren von Antarktis-Baustelle zurück
Hamburg – 22.05.2026
Drei Monate im Ausnahmeeinsatz – und ein Projekt, das der HPM bleibt
Baustellen gibt es viele. Manche sind besonders. Und einige liegen so weit außerhalb des Gewohnten, dass sie zeigen, was im Handwerk wirklich möglich ist. Der Einsatz der Kurt Pagel GmbH in der Antarktis ist das beste Beispiel.
Rund drei Monate unter extremen Bedingungen: Der erste Projektabschnitt in der Antarktis ist erfolgreich abgeschlossen. Das Team der Kurt Pagel GmbH hat vor Ort die Grundlage für die umfassende Erneuerung der elektrotechnischen Infrastruktur geschaffen – bei laufendem Betrieb und mit nur sehr engen Zeitfenstern für kritische Umschaltungen. Eine neue Niederspannungshauptverteilung, der Anschluss von neuen Generatoren, der Umbau der vorhandenen USV, neue Leitungswege und Trassen zeigen die Bandbreite der umgesetzten Maßnahmen.
Außergewöhnliche Arbeitsbedingungen
Auch die Rahmenbedingungen stellten das Team immer wieder vor Herausforderungen. Lieferketten gerieten ins Stocken, Material und Versorgung trafen verspätet ein, da Schiffe wetterbedingt nicht ablegen konnten.
Auch vor Ort an der Station bestimmte das Wetter den Arbeitsalltag: Bei Windgeschwindigkeiten von 300km/h war es an einzelnen Tagen nicht möglich, von der Unterkunft zu den Funktionscontainern zu gelangen. Und selbstverständlich hat die Sicherheit oberste Priorität.
Was nimmt man persönlich mit nach so einem Einsatz?
Projektleiter Roland Gunkel hätte nach 3 Tagen Antarktis eigentlich wieder abreisen sollen. Am Ende wurden es 3 Wochen, weil die Schiffsverbindung witterungsbedingt nicht mitgespielt hat.
Sein Fazit nach diesem Auftrag: Teambuilding ist mehr als nur Personen auszuwählen. Mit flachen Hierarchien kommt man am weitesten. Und es zeigt sich, dass man auch unter außergewöhnlichen Bedingungen improvisieren kann, ohne auf Sicherheit zu verzichten – und dass deutsche Handwerker:innen international ein hohes Ansehen genießen.
Zweiter Bauabschnitt in Planung
Dass das Team von Kurt Pagel noch ein zweites Mal in der Antarktis vertreten sein wird, steht schon fest, denn das Bauvorhaben besteht aus zwei Abschnitten. Der zweite ist derzeit für Herbst/Winter 2027/28 geplant - im antarktischen Sommer. „Wir kommen aber auch wieder, weil es uns Spaß macht", sagt Firmenleiter Olaf Woith.
Antarktis bleibt HPM-Einsatzort
Gleichzeitig zeigt sich vor Ort, was HPM DIE HANDWERKSGRUPPE ausmacht. Know-how wird nicht isoliert eingesetzt. Erfahrung aus einem Projekt wird anschlussfähig für das nächste – und durch das HPM-eigene Netzwerk entsteht Zusammenarbeit: Noch während des Antarktis-Aufenthaltes der Kurt Pagel GmbH wurde der Kontakt zu einem weiteren HPM-Betrieb hergestellt, der perspektivisch im Bereich Lüftung eingebunden werden kann.
Damit wird aus einer außergewöhnlichen Baustelle mehr als ein einzelner Auftrag: ein Beispiel dafür, wie Zusammenarbeit im HPM-Netzwerk entsteht und sich weiterentwickelt.








